Fragen zum Stadtoval – Was die Bürger interessiert

Fragen und Ergebnisse der Bürgerinformationsveranstaltung am Dienstag, 19. Mai 2015

RAHMENPLAN UND BEBAUUNGSPLAN-ENTWURF


Wie wird die Energieversorgung aussehen?   
Das Stadtoval wird ans Fernwärmenetz der Stadtwerke Aalen angeschlossen.

Wie viele Einwohner wird das neue Stadtquartier haben?
Aufgrund der möglichen Bauflächen kann davon ausgegangen werden, dass ca. 220 bis 250 Wohneinheiten auf dem Stadtoval entstehen (inkl. der Spielplatzfläche an der Hirschbachstraße). Bei der Annahme von im Durchschnitt 2 Personen pro Haushalt wä-ren das ca. 440 bis 500 Personen.

Wird es im Stadtoval die Möglichkeit geben, dass sich Läden, etc. ansiedeln kön-nen und wo?
Die Planung sieht eine vielfältige Nutzungsstruktur für das Quartier vor, sodass sich kleine Läden und Dienstleistungsbetriebe, z.B. Frisöre, Blumenladen, Bäcker, Fahrradre-paratur, etc. ansiedeln können. Dies ist auch gewünscht. Bei der Vergabe der Grundstü-cke wird darauf geachtet, dass vor allem in den äußeren Gebäuden des Quartiers solche Nutzungen im Erdgeschoss berücksichtig werden. Letztendlich hängt die Nutzungsmi-schung im Quartier aber auch davon ab, ob genügend Gewerbetreibende diesen Stand-ort annehmen und ob nachher die potentiellen Kundinnen und Kunden dieses Angebot nutzen.

Wie kann eine vernünftige soziale Mischung gewährleistet werden?
Eine soziale Mischung im Quartier hängt von vielen Faktoren ab, ganz wesentlich sind dabei die Art der gebauten Wohnungen und das Nutzungskonzept allgemein, das von den potentiellen Investoren bereits vor dem Verkauf der Grundstücke abgefragt wird. Die Stadt wird im Rahmen der Grundstücksvergabe je Grundstück außerdem verlangen, dass auch preiswerter Wohnraum im Quartier entsteht.

Es sollte daran gedacht werden, mit der Hochschule Aalen zusammen zu arbeiten, womit automatisch mehr junge Leute ins Quartier kommen.
Der Schwerpunkt der weiteren Entwicklung der Hochschule Aalen in den nächsten Jah-ren wird im Bereich des bestehenden Hochschulcampus sein. Für eine nachhaltige Hochschulentwicklung werden hier die größten Synergien gesehen.

Das Stadtoval würde sich aber gut für studentisches Wohnen eignen. Die Hochschule ist über den ÖPNV bzw. mit dem Fahrrad von hier aus gut erreichbar. Außerdem ist die Ci-tynähe ein Standortvorteil für Studentenwohnungen. Wie andere Investoren kann sich auch das Jugendwerk Aalen auf Grundstücke im Stadtoval bewerben.

Wo genau sind die 5-geschossigen Gebäude geplant?
Es sind 3 Standorte in der Planung vorgesehen:
a)    westlich des Lokschuppens bzw. westlich der Bahntankstelle
b)    gegenüber der Querungsmöglichkeit in der Hirschbachstraße (zurückgesetzt von der Straße mit einem größtmöglichen Abstand zur Bestandsbebauung)
c)    Gebäudeteil an der Kurve Düsseldorferstraße (gegenüber der Eisenbahnstraße).

Ansonsten sind in der Planung 3- bis 4-geschossige Gebäude vorgesehen.

Es besteht die Befürchtung, dass durch eine hohe Bebauung zur Braunenstraße hin eine Art "Straßenschlucht" entsteht und dass die bestehenden Gebäude dann "im Schatten" der neuen stehen werden.
Diese Befürchtungen sind unbegründet. Die Braunenstraße ist eine innerstädtische Straße, entsprechend wird dieser Straßenzug im Sinne einer Stadtstraße baulich gefasst. Mit der neuen Wohnbebauung wird wieder an die ursprünglich vorhandene Topogra-phie des Geländes angeknüpft. Die Bebauung entlang der Braunenstraße orientiert sich in ihrer Kubatur und Geschossigkeit im Wesentlichen an den östlich bestehenden Ge-bäuden der Eisenbahnersiedlung und wird diese in der Gebäudehöhe nicht überschrei-ten.

Eine Verschattung bzw. ein schluchtartiger Charakter der Braunenstraße kann auch im Hinblick auf die zurückgesetzte Gebäudefront der neu entstehenden Bebauung ausge-schlossen werden. Der Abstand zwischen der Bestandsbebauung und der künftigen Ge-bäudereihe auf dem Stadtoval beträgt 26 m. Der künftige Straßenraum wird zur Be-standsbebauung hin nicht verändert, er behält daher entsprechend dem Kurvenverlauf der Straße ungefähr seine heutige Breite von 15 - 21 m.

Die Gebäude auf dem Stadtoval dagegen sollen zurückgesetzt von der Straßenkante er-richtet werden, vor den Gebäuden entstehen ein Parkierungsstreifen mit Zufahrt sowie ein privater Grünstreifen. Auf der Seite des Stadtovals wird eine weitere Baumreihe (auf privater Grundstücksfläche) hinzukommen.

Der Spielplatz an der Hirschbachstraße soll erhalten bleiben, bis eine Alternative gebaut ist.
Es ist vorgesehen die sog. "grüne Mitte" im Stadtoval schon früh anzulegen. Hier soll im Quartier eine neue Spielfläche als Ersatz für den Spielplatz an der Hirschbachstraße ent-stehen. Wenn diese umgesetzt ist, kann der heutige Spielplatz aufgegeben und zur Be-bauung freigegeben werden. Ursprünglich war diese Spielplatzfläche entsprechend dem dort gültigen Baurecht für den Bau einer Fernwärmezentrale vorgesehen. Darauf kann an dieser Stellen aber verzichtet werden, da der Bau der neuen Fernwärmeleitung aus Richtung nördliche Innenstadt geplant ist.

Das ganze Quartier - bestehend aus Rötenberg, Galgenberg, Heide und Hirsch-bach - soll im Blick bleiben. Es geht nicht nur um das Stadtoval.
Die Entwicklung des neuen Stadtquartiers Stadtoval ist selbstverständlich immer auch in Beziehung zur Umgebung zu sehen. Die Vernetzung zwischen den verschiedenen Quartieren, die Durchlässigkeit der Erschließungsstruktur und die gegenseitige Be-fruchtung z.B. durch vorhandene oder neu entstehende Einrichtungen spielen bei der Entwicklung eine große Rolle. Die bauliche Anbindung der östlichen Siedlungslagen im Hirschbachtal an das neue Quartier und die vielfältigen Wegeverbindungen in und durch das Quartier mit Querungen der Gleisanlagen zur Anbindung an die Innenstadt und den Bahnhof sind wesentliche Teile davon.

Dazu tragen ein geplanter Steg, neu gestaltete Bahn-Unterführungen, die Düsseldorfer Straße, die neuen Straßen und Plätze sowie Fußwege bzw. die Wohnstraße im Stadtoval bei. Öffentliche Straßenflächen sollen durch Wegeverbindungen auf privaten Flächen ergänzt werden, dabei muss allerdings auch das Bedürfnis nach privaten Rückzugsbe-reichen in den Innenhöfen berücksichtigt werden. Durch die zahlreichen Möglichkei-ten an fußläufigen Wegeverbindungen durch das Quartier in alle angrenzenden Nach-barschaften werden die Stadtquartiere in das übergeordnete Wegenetz integriert.

Ein wesentliches Element der Vernetzung ist der öffentliche Park, der sowohl die "Grüne Mitte" des neuen Quartiers darstellt wie auch für die Bevölkerung der umgebenden Be-bauung eine attraktive Aufenthaltsfläche sein soll. Die Grünfläche ist von allen Seiten aus gut erreichbar und liegt zwischen neuem Wohngebiet und dem künftigen Kultur-bahnhof. Im Gegenzug binden alle Wege an vorhandene Verbindungen in die freie Landschaft an (in Richtung Galgenberg und Hirschbachtal).

Traufhöhe im Schnitt ist nicht korrekt. Gebäude Braunenstraße 11 und 12 sind in Wirklichkeit nicht unterschiedlich hoch. Frage nach der Höhenentwicklung insgesamt.

Als Basis für den Schnitt wurden die Bauanträge herangezogen. Die tatsächliche Gebäu-dehöhe wird vom Stadtmessungsamt nochmals festgestellt werden.
Der Bebauungsplan gibt eine maximale Gebäudehöhe vor; in einem sehr untergeordne-ten Anteil darf die Gebäudehöhe durch technische Aufbauten überschritten werden. Aus verschiedenen Gründen wird allerdings auch eine untere Grenze festgesetzt, da im Stadtoval insgesamt eine gewisse Höhe der Bebauung gewünscht ist.

Die Verknüpfung des Stadtovals mit dem Umfeld und eine gute Einbindung in die Nachbarschaft war von Anfang an Ziel der städtebaulichen Rahmenplanung. Die Be-bauung entlang der Braunenstraße soll sich mit den Hauseingängen zur Braunenstraße orientieren, damit wie sonst auch üblich beidseitig der Straße Baukörper und Nutzun-gen vorhanden sind. Die Höhenentwicklung der Bebauung hängt daher auch mit dem vorhandenen Niveau der Straße zusammen. Das Gelände steigt in mehreren Terrassen von der Bahnlinie bis zur Braunenstraße, damit wieder an die natürliche Geländeform vor der Eisenbahnnutzung angeknüpft werden kann. Somit entsteht ein ganz natürli-cher Übergang zwischen dem bestehenden und dem neuen Quartier.

Der Bebauungsplan gibt mit Baufenstern und Baulinien die Richtlinien vor. Es ist keine versetzte Bebauung entlang der Braunenstraße vorgesehen.
Der Bebauungsplan ist notwendig, um für das Stadtoval Baurecht zu schaffen. Er gibt in diesem Fall aber nur den äußeren, groben Rahmen für die Bebauung vor. Die Festset-zungen sind so getroffen, dass ein gewisses Spiel sowohl bei den Baugrenzen wie auch den Baulinien gegeben ist. Ausdrücklich ist im Bebauungsplan für die Baulinien ein Vor- und Zurückspringen der künftigen Bebauung definiert. Eine flexible Anordnung der Baukörper wird durch den Bebauungsplan ermöglicht.

Der Hirschbach sollte durch Bebauung entlang des Stadtovals nicht vom neuen Quartier abgegrenzt werden. Keine Zäsur zum Hirschbach hin.
Ein wichtiges Anliegen der baulichen Entwicklung ist es, das neue Stadtquartier so in das bestehende Stadtgefüge einzubinden, dass vielfältige funktionale und räumliche Verflechtungen entstehen. Im Wettbewerbsergebnis 2010 waren am Übergang zum Hirschbachquartier zwei längere Baukörper entlang der Braunenstraße vorgesehen. Im aktuellen Rahmenplan sind an dieser Stelle nun vier kürzere Baukörper vorgesehen.
Entlang der Braunenstraße sollen einzelne Baukörper entstehen, die aus Lärmschutz-gründen miteinander verbunden werden. Dies macht eine gewisse Höhe von Zwi-schenbauteilen notwendig. Sie müssen sich vom Hauptbaukörper absetzen, die Bau-körper sollen durch zwischengeschaltete Elemente wie Loggien, niedrigere Bauteile o-der Verglasungen ergänzt werden. Diese Elemente sollen Lärmschutz bieten, aber einen transparenten Eindruck machen. Vor- und Rücksprünge der Bebauung sollen auflo-ckernd wirken.

Die Randbebauung auf dem Stadtoval ist in der Höhenentwicklung an die Bestandsbe-bauung angepasst, die absolute Gebäudehöhe wird unter der Bestandsbebauung liegen. Durch die breite Straße besteht außerdem ein Abstand von 26 Metern zwischen alter und neuer Bebauung. Verschiedene Zugänge von der Braunenstraße aus in das Stadt-oval sind ebenfalls vorgesehen.

Wie sieht es mit dem Lärmschutz aus?
Es gibt zwei Lärmquellen, die Bahnlinie und die Straße. Mit der gewählten Anordnung der neuen Nutzungen im Areal – eine Bauzeile mit Gewerbe und Dienstleistungen ent-lang der Bahn sowie der mittigen Parkanlage – ist es möglich trotz dieser Situation im Nordosten des Stadtovals Flächen für innerstädtischen Wohnungsbau vorzusehen. Es war immer Ziel, den Wohnbereichen Verhältnisse zu bieten, um tagsüber und nachts angenehmes Wohnen zu ermöglichen. In Richtung Braunenstraße werden versetzte Bauwerke und Zwischenbauten für zusätzlichen Lärmschutz sorgen (siehe auch Ant-wort zu Frage 3.). Mit diesen Maßnahmen und aufgrund der Anordnung der Baukörper und der Nutzungen im Gebiet können die Immissions-Werte im Quartier eingehalten werden.

Bürgerinformation zum Stadtoval

Verkehr

Wie hoch wird die Verkehrsbelastung in der Düsseldorfer Straße / Braunenstraße / Hirschbachstraße?
Die Verkehrsbelastung in der Braunenstraße liegt bei ca. 8.500 Fahrzeugen / Tag, in der Düsseldorfer Straße bei ca. 1.000 Fahrzeugen / Tag, Charlottenstraße bei ca. 8.800 Fahr-zeugen / Tag und in der Hirschbachstraße bei ca. 12.600 Fahrzeugen / Tag. Diese Zahlen wurden 2013 für den Verkehrsentwicklungsplan erhoben.

1.000 bis 1.500 zusätzliche Fahrbewegungen / Tag ergeben sich durch die Bebauung auf dem Stadtoval. Diese werden sich auf die Charlottenstraße und die Braunenstraße / Hirschbachstraße verteilen.

Wie wird in Hauptverkehrszeiten der Pendlerverkehr geregelt? Wie hoch ist das Verkehrsaufkommen?
Beim Pendlerverkehr im Stadtoval handelt es sich im Wesentlichen um gebietsbezogenen Ziel- und Quellverkehr. Aufgrund der zu erwartenden Einwohnerzahl bzw. auf Grund der zu erwartenden sonstigen Nutzungen (Kulturbahnhof, etc.) wird von einer maximalen Verkehrsbelastung zwischen 1.000 und 1.500 Fahrten pro Tag ausgegangen.

Welche Verkehrsregelung ist für die Ausfahrt auf die Düsseldorfer Straße vorgesehen (Ampel, Kreisverkehr)?
An der Ausfahrt von der Düsseldorfer Straße in die Charlottenstraße / Braunenstraße ist eine verkehrsabhängig gesteuerte Lichtsignalanlage vorgesehen.


Wie wurde die Belastung durch Verkehrslärm bei der Planung berücksichtigt?
Entlang der Bahnlinie soll eine Bauzeile mit gewerblichen Nutzungen eine abschirmen-de Wirkung erzeugen. Im Anschluss daran soll eine Grünfläche entstehen. Dies erzeugt einen Abstand von ca. 85 m zwischen Bahn und den ersten Wohngebäuden. Der Straßenzug Düsseldorfer Straße / Braunenstraße / Hirschbachstraße befindet sich nördlich bzw. östlich der künftigen Wohnnutzung.

Damit können Wohn- und Aufenthaltsräume nach Süden bzw. Südwesten hin orientiert werden; Wohn- und Aufenthaltsräume entstehen so auf der lärmabgewandten Seite.

Wurde Barrierefreiheit in der Erschließung berücksichtigt?
Das Quartier soll auch von Bürgern mit Rollatoren und Kinderwägen gut benutzbar sein.
Zum einen sollen die vorhandenen Wegeverbindungen aufgewertet werden. So soll die Unterführung Düsseldorfer Straße für den Autoverkehr gesperrt und als barrierefreie Fußgänger- und Radwegeverbindung umgestaltet werden. Dies gilt auch für die öffentlichen Wegebereiche an den jeweiligen Ausgängen der Unterführung sowie für die Hirschbachunterführung. Zudem werden die Erschließungsstraßen mit ausreichend breiten Gehwegen (2,10 m) bzw. als Mischverkehrsfläche hergestellt.

Die Platzbereiche vor dem geplanten Kulturbahnhof bzw. der Zugang ins Quartier von der Schelmenstraße aus sowie die Übergänge zur öffentlichen Grünfläche werden barrierefrei ausgestaltet, damit sie allen Personengruppen zugänglich sind. Die Wege wei-sen sanfte Steigungen auf, Treppen konnten überwiegend vermieden werden. In den Planungen wurde besonderes Augenmerk auf eine benutzerfreundliche Ausgestaltung gelegt.

Die Wohngebäude werden durch überschaubare private Tiefgaragen erschlossen, ein direktes und barrierefreies Erschließungssystem kann somit geschaffen werden.

Wie funktioniert die Anbindung an den ÖPNV? Wo ist die nächste Bushaltestelle?
Das Plangebiet wird durch die auf der Hirschbachstraße - Braunenstraße verkehrenden Buslinien versorgt. Der Flächenbedarf für einen neuen Haltepunkt in Höhe der Hirsch-bachstraße / Lokschuppen ist westseitig der Straße berücksichtigt. Durch die vorhandenen Anbindungen nach Westen beziehungsweise den geplanten Steg kann zudem eine gute Anbindung an den zentralen Omnibusbahnhof sowie den Bahnhof ermöglicht werden.

Es sollen ausreichend PKW-Stellplätze für Besucher des Quartiers (Kulturbahnhof / Gewerbe) vorgesehen werden.
Die nutzungsabhängig baurechtlich notwendigen privaten Stellplätze müssen innerhalb der Baugrundstücke geschaffen werden, im Wohngebiet wird dies in Tiefgaragen erfol-gen. In der Gewerbe- und Kulturschiene entlang der Bahn können Stellplätze sowohl in Tiefgaragen wie auch in den Zwischenbereichen zur Bahn oberirdisch entstehen. Zusätzlich sind an mehreren Stellen im Gebiet Stellplätze für Besucherinnen und Besucher im öffentlichen Raum vorgesehen (z.B. unterhalb der Grünfläche oder entlang der Wohngebietsstraße).

Weiterhin gibt es verschiedene Möglichkeiten für Parkierungsanlagen, die den poten-tiellen kulturellen Einrichtungen im Gebiet zugeordnet werden können. Zudem besteht die Möglichkeit mit der Umsetzung eines oberirdischen Stegs über die Bahngleise die Stellplatzkapazitäten des angrenzenden Parkhauses in den Abendstunden zu nutzen.

Die Braunenstraße sollte als Haupterschließung entlastet werden.
Im Stadtgebiet sind derzeit drei leistungsfähige Nord-Süd-Achsen vorhanden. Dabei handelt es sich zum einen um die östliche Verbindungsstraße zwischen Aalen und Was-seralfingen, in deren Verlauf auch die Braunenstraße enthalten ist. Zum anderen gibt es Nord-Süd-Achsen über die Wilhelmstraße - Bahnhofstraße sowie die Friedrichstraße (K3311), wobei die überörtlichen Ziele über die L1029 Wilhelmstraße - Bahnhofstraße geführt werden.

Durch verkehrslenkende Maßnahmen ist heute deshalb schon eine Verteilung/Dezentralisierung der Verkehrsströme gegeben. Es ist derzeit nicht beabsichtigt, weitere Ziele auf die Östliche Verbindungsstraße und damit über die Braunenstraße zu führen. Die Braunenstraße ist eine städtische Verbindungsstraße. Eine Entlastung der Braunenstraße würde eine unerwünschte Verkehrsverlagerung in andere Bereiche bedeuten.

In der Braunenstraße sollten die Geschwindigkeitskontrollen verstärkt werden.
In der Braunenstraße können verstärkt mobile Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden.

Wurde alternativ die Erschließung des Quartiers entlang Bahnlinie (Gleisbett) geprüft?
In der Planung wurden verschiedene Erschließungsvarianten geprüft. Eine neue Erschließung entlang der Bahnlinie ist auf Grund einer Vielzahl von Einschränkungen ausgeschieden worden. Insbesondere lässt das Stellwerk der Bahn im nordwestlichen Teil des Stadtovals keine bahnparallele Straße zu.

Diese Bahnanlage und die nördlich der Düsseldorfer Straße liegende Bahnnutzung wür-den eine sehr ungünstige Straßenführung erzwingen. Die Linienführung der neuen Trasse wäre für den Schwertransport nicht mehr geeignet gewesen, dies hätte nur durch eine Beseitigung des Bahnverwaltungsgebäudes vermieden werden können. Ein "Kernstück" der städtebaulichen Planung wäre somit verloren gegangen; von Anfang an erschien es für eine nachhaltige Stadtentwicklung wichtig, Elemente der Aalener Eisen-bahngeschichte für künftige Generationen zu erhalten.

Da die Schwerlaststrecke aber eine landesweite Bedeutung hat und in deren Funktion zwingend zu erhalten war, war ziemlich schnell klar, dass eine Verlegung sowohl aus Kostengründen wie auch aufgrund der Trassenführung auszuschließen ist. Eine bahnparallele Verlegung hätte zudem nicht dazu geführt, dass die Braunenstraße zurückgebaut werden kann.

Die Straßenführung sollte von der Braunenstraße weg und entlang der Bahngleise verlagert werden.
In den zurückliegenden Planungsschritten wurde diese Frage geprüft. Sowohl das Stellwerk der Deutschen Bahn als auch das Ziel einen Teil der historischen Bebauung zu erhalten, erlauben eine Führung der neuen Erschließungsstraße entlang der Bahn nicht.

Mit einem Abbruch des Bahnverwaltungsgebäudes hätte der Kulturbahnhof als Herzstück des Quartiers aufgegeben werden müssen. Außerdem wäre der Rückbau der Braunenstraße komplett auf städtisches Konto gegangen, da viele Millionen an Fördergeldern in den Ausbau des Streckenabschnitts geflossen sind.

Auch aus städtebaulichen Gründen wurde von verschiedenen Fachleuten im Laufe der Planung – unter anderem vom renommierten Prof. Carl Fingerhuth - davon abgeraten, die Straße nach Westen zu verlegen und neu zu bauen. Mit einer solchen Maßnahme wäre die Braunenstraße nicht verzichtbar gewesen, zudem wäre eine Ergänzung mit neuen Wohnnutzungen sehr schwierig geworden.  

Wie sieht die Erschließung des Stadtovals aus?
Das Erschließungskonzept sichert einerseits eine funktionsfähige Anbindung des neuen Quartiers und andererseits wird eine grundlegende Veränderung der umgebenden Verkehrsflächen vermieden. Die Zu- und Abfahrt für die Wohnbebauung sowie den Kultur-bahnhof erfolgt von Norden her, im Süden endet diese Straße in einer Wendeplatte. Nur während der Bauphase ist temporär die Ausfahrt im Süden möglich.

Es ist geplant, den Bereich Gewerbe / Dienstleistungen von Süden her zu erschließen.
Zusätzlich sind Zugänge für Fußgänger und Radfahrer in das Gebiet an verschiedenen weiteren Stellen möglich. Dazu gehört z.B. die vorhandene Querungshilfe auf Höhe der Schelmenstraße. Eine weitere Querungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer wird es nord-östlich des Stadtovals geben. Im Bereich der Braunenstraße ist auch mittig ein Zugang ins Quartier vorgesehen.

Die Zufahrt zum Lokschuppen wird erst richtig möglich sein, wenn die Loktankstelle verlagert wurde
Für die Verlagerung der Loktankstelle gibt es noch keine Lösung. Die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn sind mühsam, aber die Stadt wird weiterhin intensive Gespräche führen. Für die Entwicklung des Stadtovals und die Erschließung führt kein Weg an einer Verlagerung vorbei. Es soll geprüft werden, inwiefern eine Überfahrung dieser Gleisbereiche ermöglicht werden könnte, um frühzeitig die oben genannte Gebietserschließung von Süden her schaffen zu können.

Erhöhung des Verkehrsaufkommens durch Stadtoval, Planungen Schillerschule oder B29a? Schon jetzt ist es zu bestimmten Zeiten schwierig, aus dem Hirschbach ausfahren zu können.
Es ist zu früh, um etwas zu konkreten Maßnahmen zur Verkehrsentwicklung sagen zu können. Die weitere Entwicklung und Besiedlung des Quartiers muss abgewartet werden.

Durch die Einrichtungen im Kulturbahnhof wird ständig Verkehr auf dem Stadtoval sein und Parkplätze werden knapp sein.
Es ist geradezu erwünscht, dass in das neue Quartier Leben einkehrt. Für die Einrichtungen des Kulturbahnhofs werden Parkflächen geschaffen. Durch die Nähe zum Bahnhof und Busbahnhof wird auch ein gewisser Anteil mit öffentlichen Verkehrsmitteln anfahren. Ebenso sollen die vorhandenen Unterführungen aufgewertet werden, außerdem ist eine direkte Verbindung für Fußgänger über einen Steg geplant.

Vernetzung der Quartiere

Ist die Sperrung von der Unterführung Düsseldorfer Straße für Fahrzeuge sinnvoll?
Die Situation für Fußgänger und Radfahrer in der Düsseldorfer Straße ist sehr unbefriedigend. Die Fläche ist nicht ausreichend, vor allem im Begegnungsverkehr (z.B. Kinderwagen, Rollator, etc.). Die Aufwertung der Unterführung Düsseldorfer Straße und vor allem die Verbesserung der Funktionalität für Fußgänger und Radfahrer ist nur möglich, wenn PKWs aus der Unterführung verbannt werden und somit mehr Flächen für Fuß-gänger und Radfahrer frei werden.

Die Unterführung Düsseldorfer Straße wird bereits heute mit ca. 1.000 Fahrzeugen eher untergeordnet genutzt. Dabei kommt es aber immer wieder zu gefährlichen Situationen (z.B. werden Baken regelmäßig umgefahren, Begegnungsverkehr im Tunnel, etc.).

Die Aufwertung der Zugänge zu den Unterführungen ist wichtig.
Obwohl das Quartier Stadtoval in seiner Gesamtheit erst mittelfristig in den nächsten 3-5 Jahren seine gesamte Wirkung entfalten wird, gilt es mit der Ertüchtigung der beiden unterirdischen Querungsmöglichkeiten Düsseldorfer Straße und Hirschbachunterführung die Weichen zu stellen für eine gestalterische Qualität und Funktionalität beim Schaffen von Wegeverbindungen. Hier ergeben sich Möglichkeiten, nicht nur die Unterführung, sondern auch die Zu- und Ausgangsbereiche der Unterführungen deutlich aufzuwerten.

Neben einer angenehmeren Aufenthaltsqualität innerhalb der Unterführungen könnte somit auch eine Aufwertung des Umfelds- und somit eine positivere Wahrnehmung erreicht werden. Ziel einer Umgestaltung ist es, die Schwelle zu deren Nutzung senken; die kurzen Wege zwischen Stadtmitte und Oststadt sollen auf diese Weise auch für Fußgänger und Radfahrer in Zukunft gut nutzbar sein. Im Januar 2015 wurden erste Ideen-skizzen für mögliche Gestaltungskonzepte für die Unterführungen entwickelt. Allerdings sind noch zahlreiche Abstimmungsgespräche und Planungsschritte notwendig bis zur Realisierung attraktiv gestalteter Verbindungswege.

Es besteht die Sorge, dass ein Quartier im Quartier entsteht und die bisherige Anwohnerschaft keine Anbindung an das neue Quartier findet.
Ein wichtiges Anliegen der baulichen Entwicklung ist es, das neue Stadtquartier so in das bestehende Stadtgefüge einzubinden, dass vielfältige funktionale und räumliche Verflechtungen entstehen. Alt und Neu sollen voneinander profitieren: Das neue Stadtquartier nutzt auf kurzen und attraktiven Wegen die im nahen Umfeld vorhandene öffentliche und private Infrastruktur, die angrenzenden Siedlungsbereiche profitieren von der durch das neue Wohngebiet erzeugten Standortqualität und den besseren Wegever-bindungen zur Innenstadt.

Das neue Quartier ist mehr als eine weitere Wohnbaufläche: es leistet einen wichtigen Beitrag zur Stadterneuerung und Stadtteilentwicklung östlich der Innenstadt.


Auch das Wohngebiet Hirschbach soll attraktiv angebunden sein. Nicht nur die Verbindung Stadtoval / City ist wichtig.
Die Anbindung der bestehenden Wohngebiete (Hirschbach, Rötenberg etc) wird durch ein gebietsübergreifendes Fuß- und Radwegenetz geführt. Ausgehend von den Unterführungen Düsseldorfer Straße und Hirschbach, die mittelfristig ertüchtigt und benutzerfreundlich gestaltet werden sollen, soll in östlicher Richtung über Querungshilfen zur Hirschbachstraße und Eisenbahnstraße ein Queren der Straße erleichtert werden.

Damit wird eine kurze Anbindung für die östlichen Wohnbereiche an das Stadtoval, den Park und Bahnhof bzw. Innenstadt geschaffen. Verschiedene Wege dienen dazu, das Quartier zu öffnen und einer Abschottung entgegenzuwirken. Die Vernetzung zwischen den verschiedenen Stadtquartieren ist ein wesentliches Ziel der Stadtentwicklung und Verkehrsplanung in Aalen.

Bei den Planungen für das Stadtoval soll der Schulwegplan berücksichtigt werden. Entlastung Braunenstraße - sicherer Schulweg.
Der offizielle Schulwegplan wird zu gegebener Zeit nach Bebauung des Stadtovales entsprechend in Abstimmung mit der betroffenen Schule und der Polizei ergänzt.

Die Sicherheit auch von kleineren Kindern auf dem Weg durch das Quartier muss gewährleistet sein.
Für das Quartier des Stadtovals ist beabsichtigt, dort eine 30 km-Zone oder einen ver-kehrsberuhigten Bereich anzuordnen. Nachdem in diesem Quartier von reinem Anliegerverkehr und keinerlei Durchgangsverkehr auszugehen ist, ist aus der Sicht der Straßenverkehrsbehörde die notwendige Sicherheit auch von Kindern im Quartier gewährleitstet.

Ein Fußgängersteg (barrierefrei und überdacht) über die Bahngleise ist notwendig, vor allem im Hinblick auf die Stellplatzfrage und einer möglichst guten An-bindung der Oststadt an die Innenstadt.
Ein Korridor für einen Steg über die Bahngleise hinweg wurde in Absprache mit der Bahn bereits im Rahmenplan definiert bzw. im Bebauungsplan dargestellt. Der geplante Steg eröffnet Orientierungsmöglichkeiten und komfortable Wegebeziehungen für die Fußgänger. Erste Lösungsansätze liegen vor. Geplante Aufzüge sichern die Barrierefreiheit und ermöglichen so die Nutzung für viele Personenkreise.

Wie soll der Fußgängersteg finanziert werden?
Nach Vorliegen von Planungen und Kostenschätzungen wird sich der Gemeinderat der Stadt Aalen darüber beraten, ob und wie ein Fußgängersteg finanziert werden kann. Die Entscheidung für oder gegen einen Fußgängersteg kann aber nicht nur alleine am Kriterium Kosten liegen. Es geht dabei vielmehr um eine Optimierung der Vernetzung der einzelnen Stadtquartiere untereinander.


Fahrradwege sollen durch das Gebiet vorgesehen werden.
Es ist zu erwarten, dass das Gebiet als "Zone 30 km/h" bzw. als "Verkehrsberuhigter Bereich" ausgewiesen wird. Hier sind keine separaten Radwege anzulegen.

Nord-östlich des Stadtovals sollte eine Querungshilfe für Fußgänger und Rad-fahrer eingerichtet werden.
Es ist vorgesehen, auf Höhe der Eisenbahnstraße eine solche Querungsmöglichkeit anzubieten (siehe auch Antwort zu Frage 8). Wie diese genau ausgebildet werden kann, wird im Rahmen der weiteren Entwicklung geprüft (Anmerkung: Es ist allerdings zu beachten, dass im Stadtoval der Zugangsweg aufgrund der Topographie nur mit Treppen ausgebildet werden kann.).

Kultur/Kulturbahnhof

Konflikte durch Lärm zwischen den einzelnen Nutzern sollen bei der Planung für den Kulturbahnhof beachtet werden.
Das von den Wettbewerbsteilnehmern nachzuweisende Raum- wie auch insbesondere Nutzungsprogramm wurde in enger Abstimmung mit den Trägern und Betreibern dieser Einrichtungen entwickelt. Es wurde explizit auf den erforderlichen Schallschutz zwi-schen den einzelnen Einrichtungen im Auslobungstext des Wettbewerbes hingewiesen.

Die Mieter im Kulturbahnhof sollten je ein "festes Domizil" haben und keine wechselnden Räume.
Jedem zukünftigen Mieter des Kulturbahnhofes werden feste Räumlichkeiten zur Nutzung zugeordnet. Das freibespielbare Foyer, die Säle und Veranstaltungsräume wie auch die Besprechungszimmer stehen hingegen allen Nutzergruppen wie auch Externen zur Verfügung.

Der Realisierungswettbewerb für den Kulturbahnhof ist entscheidend für den Er-folg und die Qualität der Umsetzung.
Die Wertigkeit der Wettbewerbsentwürfe steht seit jeher im Fokus der Stadt Aalen wie auch bei dem Ende September stattfindenden Preisgerichtstermin. Nur eine solide und qualitativ ansprechende Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses wird den gewünsch-ten Erfolg für das Stadtoval bringen.

Der im Raumprogramm vorgesehene Veranstaltungsraum weist genau die in Aalen bisher fehlende Größe auf und schließt eine Lücke. Vereine aus ganz Aalen und der Umgebung sollten bei der Nutzung eingebunden werden.
Der Veranstaltungsraum wurde im Raumprogramm des Wettbewerbs mit 300m² für 200-300 Besucher konzipiert und steht allen Nutzergruppen wie auch Externen zur vielfältigen Nutzung zur Verfügung.

Die vorgesehenen Ausstellungsflächen im Foyer wurden allgemein begrüßt.
Das Foyer ist als frei bespielbare Fläche für Ausstellungen (Bilder, Skulpturen; usw.) kon-zipiert. Dem wurde im Raumprogramm bereits Rechnung getragen.

Stoa und Kino benötigen eigene Gastronomieflächen.
Folgendes ist im Raumprogramm vorgesehen: Bei Stoa: ein "Vorraum/Foyer mit Teekü-che und Bewirtungsmöglichkeit", dies auch nutzbar als Probebühne, evtl. zum Theater-saal zuschaltbar.

Beim Kino ist ein "Foyer mit Möglichkeit zur Pausenbewirtung (Getränke) und Gardero-be, Kasse" mit 25m2 im Raumprogramm aufgenommen.

Im Kulturbahnhof sollen ausreichend Kultur- und Veranstaltungsflächen vorgesehen werden.
Es werden als Kultur- und Veranstaltungsflächen neben dem Eingangsbereich / Foyer, 370m² als Veranstaltungs- und Besprechungsräume, 130m² als Orchesterprobenraum und 150m² als Ballettsaal der Musikschule vorgesehen. Dies zusätzlich zu den Bühnen und Zuschauerräumen des Theaters und der Theaterwerkstatt

Stadt sollte sich um mehr internationales Flair im Kulturbahnhof bemühen und Gespräche mit entsprechenden Vereinen führen.
Der Kulturbahnhof und die geplanten Einrichtungen stehen offen für alle Nationen und Kulturen. Die Stadt Aalen versteht sich als weltoffene und multikulturelle Stadt, was sich auch in vielen städtischen Aktionen (z.B. Internationales Fest) widerspiegelt und sich auch im Kulturbahnhof selbstverständlich fortführen soll. Außerdem beschäftigt sich auch das Theater regelmäßig mit anderen Ländern und Kulturen.


Kulturkantine: Der Abriss des ehem. Pförtnergebäudes darf nicht leichtfertig erfolgen, da Räume für Kultur rar sind.
Die Kulturkantine wird vorerst nicht abgerissen, sondern wurde im Auslobungstext wie folgt aufgenommen: "Es bleibt dem Wettbewerbsteilnehmer überlassen, ob das leerstehende Gebäude erhalten bleibt und in das Konzept integriert wird oder, ob es abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt wird oder, ob es ersatzlos abgebrochen wird"

Zu den Kosten des Kulturbahnhofes sollte Kostentransparenz hergestellt werden. Die Stadt soll die Bürger besser informieren. Es sind verschiedene Zahlen in der Öffentlichkeit.
Im Gemeinderat der Stadt Aalen fanden bereits mehrere öffentliche Beratungen zu diesem Thema statt. In der Auslobung zum Wettbewerb wurde den Teilnehmern die Vorgabe gemacht, dass für die sog. Kostengruppe 300 (Bauwerk / Baukonstruktion), Kos-tengruppe 400 (Bauwerk / Technische Anlagen) und für die Baunebenkosten ein Kos-tenrahmen von 10,5 Mio. Euro netto als Zielgröße gilt.

Open-Air Veranstaltungen sollten unterbleiben (neue Anwohner auf Stadtoval aber auch andere Nachbarn würden massiv gestört werden).
Open-Air-Veranstaltungen mit Lärmentwicklung bis in die Abendstunden werden unterbleiben. Die Gastronomie mit Tagescafe wird sich zur Wohnbebauung orientieren; die Abendgastronomie zur Bahnseite (Westen).

Sind Erweiterungsflächen für den Kulturbahnhof möglich, um dieses Filetstück bei Bedarf ausweiten zu können?
Die Flächen entlang der Gleise dienen noch als Reserven. Die Stadtverwaltung ist zuversichtlich, dass das mögliche Kulturzentrum auf dem Stadtoval in konzentrischen Krei-sen ausstrahlen und die weitere Entwicklung beflügeln könnte. Es gibt eine ganze Reihe Kulturschaffender in Aalen, die etwas machen könnten.

In welchem Bereich des Kulturbahnhofs sind Außenbewirtschaftung und Veranstaltungen wie Konzerte am Abend möglich?
Eine Außenbewirtschaftung wird tagsüber im Bereich vor dem Kulturbahnhof sein. In der Abendsonne wird dann der hintere Bereich in Richtung Gleise genutzt. Konzerte werden ebenfalls hier stattfinden.

Freiraumgestaltung

Das gesamte Areal wird über den Außenraum definiert. Die Qualität der Grünbereiche ist dabei sehr wichtig. Die Freiräume sollen für alle Generationen ausgelegt werden.
In allen Phasen des Projektes wurde die Wichtigkeit des Freiraumes für das Quartier betont. Es wird eine generationenübergreifende Gestaltung des Freiraumes angestrebt mit hoher Aufenthaltsqualität.

Die Stadt soll mit der Bahn über den Ankauf weiterer Flächen zu Gunsten der Grünflächen sprechen (Bahngleise im Westen kommen hierfür in Frage).
Die Bahn AG hat die Notwendigkeit der Anzahl der bestehenden Gleisanlagen mehrfach betont. Ein Verzicht auf Gleise ist derzeit nicht in Sicht.

Öffentlicher Raum: Die Platzierung einer Dampflok o.ä. wäre sehr positiv.
Ein Identifikationsmerkmal an die frühere Nutzung wird untersucht. Art und Standort werden bei den weiteren Gestaltungsplanungen mit untersucht.